Diese Nepal-Tibet Reise führte uns überland von Kathmandu durch das Himalaya-Gebirge bis nach Lhasa und weiter nach Zentralchina. Unterwegs erlebten wir beeindruckende Landschaften, das Everest Base Camp und die einzigartige tibetische Kultur hautnah.
Schon vor fünf Jahren hatten wir diese Tour mit Tibet Vista geplant. Damals allerdings von China nach Nepal. Kurz vor Reiseantritt durchkreuzte jedoch COVID unsere Pläne.
Auch für den zweiten Versuch entscheiden wir uns für Tibet Vista. Der Internetauftritt und die gute Kommunikation per E-Mail schaffen Vertrauen.
Unsere 8-tägige Überlandreise von Kathmandu nach Lhasa begann am 12.12.2025, als uns ein nepalesischer Fahrer mit einem Jeep am Hostel in Kathmandu abholte. Nach zweieinhalb Monaten in Nepal, die wir zumeist mit Bergwandern verbracht hatten, ging es für uns weiter durch Tibet und später von Lhasa nach Zentralchina.
Überland von Kathmandu nach Tibet: Grenzübertritt und erste Eindrücke
Auf dem Friendship Highway zum Everest Base Camp (5200 m)
Atemberaubende Landschaften und Tierwelt im tibetischen Hochland
Klöster, Pilger und tibetischer Buddhismus hautnah erleben
Überland von Kathmandu nach Tibet: Grenzübertritt und erste Eindrücke
Dann startete unsere Nepal-Tibet Reise mit einer siebenstündigen Fahrt Richtung Tibet, und wir übernachteten in einem Hotel kurz vor der Grenze.
Ein kleiner Ort auf der Überlandroute von Nepal nach Nyalam, Tibet, mit Straßenständen, Einheimischen und lebendigem Treiben.
Am nächsten Morgen wurden wir zum Grenzübergang gebracht und lernten dort unseren tibetischen Guide Sonam Tenpal kennen. Von hier aus ging es weiter mit einem schicken Minibus, unserem Fahrer Qianba und unserem Guide.
Wir hatten Guide und Fahrer für uns allein, denn unsere Gruppe bestand nur aus uns zwei! Sobald wir den Grenzort Zhangmu hinter uns gelassen hatten, führte die Fahrt weiter auf perfekt ausgebauten, kaum befahrenen Straßen durch die Berge bis in den Ort Nyalam.
Unser Guide Sonam Tenpal empfing uns am Grenzübergang in Nyalam und begleitete uns auf unserer Tibet Reise.
Wie schon in Nepal war es kalt, aber die Sonne schien und der Himmel war blau. Dieses Wetter hatten wir seit Wochen und es war einfach toll.
Wir wurden im besten Hotel der Stadt abgesetzt und hatten den restlichen Tag in der kleinen Stadt zur freien Verfügung.
Wir gingen etwas essen in einer kleinen, wohnzimmerartigen Gaststätte, die voll mit Frauen und Kindern war, die hier ihren Samstag verbrachten. Der tibetische Ofen, in dem die Yak-Fladen verbrannt wurden, war an, bestückt mit großen Wasserkesseln. Es war urgemütlich. Wir mussten uns jetzt kulinarisch umstellen und auch kommunikationstechnisch. Die typische tibetische Küche war eher fleischlastig und kaum jemand sprach Englisch.
Auf dem Friendship Highway zum Everest Base Camp (5200 m)
Am nächsten Morgen aßen wir im Rahmen unserer Nepal-Tibet Reise zusammen mit Sonam und Qianba unser erstes tibetisches Frühstück – Nudelsuppe mit hartgekochtem Ei und tibetischem Brot. Eigentlich gehörte auch Yak-Fleisch dazu, aber das ließen wir weg, da wir uns zumeist vegetarisch ernährten.
Blick auf den Mount Everest vom Basislager in Tibet – ein Höhepunkt unserer Überlandreise von Nepal nach Lhasa.
Dann starteten wir unsere Fahrt auf dem Friendship Highway in Richtung Everest Base Camp Tibet. Anders als in Nepal, wo der Weg zum EBC eine Woche Wanderung bedeutete, gab es hier eine asphaltierte Straße bis hinauf.
Der Mount Everest vom Everest Basislager in Tibet mit dem bekannten Höhenmonument auf 8848,86 Metern.
Die Touristenströme hielten sich in Grenzen, doch im Frühjahr und Herbst mussten wahre Massen unterwegs sein. Um das Besucheraufkommen zu steuern, gab es elektrische Shuttlebusse, mit denen die letzten 40 km bewältigt wurden.
Wir waren froh, unsere Tibet Winterreise im Dezember zu unternehmen, da das eigentliche Base Camp nur 8 km weiter oben in den Bergen lag
.
Ein unvergesslicher Moment am Everest Basislager in Tibet mit Blick auf den höchsten Berg der Welt.
Atemberaubende Landschaften und Tierwelt im tibetischen Hochland
In den nächsten zwei Tagen fuhren wir im Rahmen unserer Tibet Reise durch eine einsame, weite Landschaft. Die Berge waren wüstenartig karg, doch vom Auto aus sahen wir einige Tibetgazellen, wilde Esel und natürlich zahllose Yaks.
Die Straße schlängelte sich durch die Berge. Auf dem 5205 m hohen Gawu La Pass konnten wir den Himalaya ein letztes Mal bewundern. Wir sahen erneut den Mount Everest und den Cho Oyo, diesmal von der Nordseite aus.
Auf dem Weg zum Everest Base Camp in Tibet bot sich dieser beeindruckende Fernblick auf den Mount Everest.
Durch die zweieinhalb Monate in Nepal waren wir bereits ausreichend an die Höhe angepasst und hatten keine Schwierigkeiten während unserer Tibet Rundreise.
Unterwegs auf dem Friendship Highway zum Everest Basislager in Tibet, mit spektakulären Ausblicken auf die verschneiten Gipfel des Himalaya.
Klöster, Pilger und tibetischer Buddhismus hautnah erleben
Auf der fünftägigen Fahrt besichtigten wir drei bedeutende Klöster: das Rongbuk-Kloster, das höchstgelegene Kloster der Welt, in dem Mönche und Nonnen gemeinsam praktizierten; die Klosterstadt Tashilhunpu in Shigatse, dem Sitz des Panchen Lama; und das Pelkhor-Kloster in Gyantse mit seinem Kumbum-Chörten, einem begehbaren dreidimensionalen Mandala.
In den Klosteranlagen hing der Duft von verbranntem Wacholder in der Luft. In den Kapellen, Gebets- und Versammlungsräumen überragte der Geruch der ständig brennenden Butterlampen.
Der beeindruckende Karola-Gletscher in Tibet mit bunten Gebetsfahnen entlang der Route nach Lhasa.
Wir sahen nur wenige westliche Touristen, aber viele Pilger aus verschiedenen Teilen Tibets sowie Einheimische der näheren Umgebung, die mit Opfergaben und Thermoskannen voller geschmolzener Butter kamen, um Buddha ihre Ehrerbietung zu erweisen. So wurde deutlich, wie tief der tibetische Buddhismus in der Bevölkerung verankert war. Auch beim „Farm Lunch“ bei einer Familie im kleinen Ort Peté wurde dies noch einmal deutlich: Die Familie besaß einen großen Gebetsraum mit Buddha-Statuen, Schreinen, Butterbildern, Butterlampen und Bildern verschiedener Panchen Lamas und Dalai Lamas. Laut unserem Guide gibt es solche Räume in ähnlicher Form in vielen tibetischen Häusern.
Zu Gast bei einer tibetischen Familie am Yamdrok-See und Einblicke in den Alltag entlang unserer Tibet Reise.
Die quirlige Stadt Lhasa erreichten wir schließlich nach einem weiteren Tag mit vielen Fotostopps, unter anderem am Karola-Gletscher und am großen Yamdrok-See.
Der Yamdrok-See in Tibet mit seinem türkisblauen Wasser und der beeindruckenden Bergkulisse – ein Höhepunkt unserer Tibet Reise.
In Lhasa besichtigten wir den weitläufigen Klosterkomplex Drepung und das Sera-Kloster. Außerdem besuchten wir den beeindruckenden Potala-Palast, den ehemaligen Regierungssitz, sowie den Jokhang-Tempel, das Nationalheiligtum Tibets in der Innenstadt, der von den Pilgern auf der Barkhor-Straße mehrfach im Uhrzeigersinn umrundet wurde.
Mönche während der traditionellen buddhistischen Debatte im berühmten Sera-Kloster in Lhasa.
Der beeindruckende Potala-Palast in Lhasa zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Tibets.
Begegnungen mit Einheimischen und authentische Erlebnisse
In der Winterzeit haben die Menschen aus den ländlichen Gebieten Zeit und pilgern zahlreich zu den Tempelanlagen und Palästen, wohingegen im Sommer wieder nur Touristen aus den anderen Regionen Chinas oder dem Ausland unterwegs sind. Daher sehen wir auch viele Nomaden mit ihren unterschiedlichen traditionellen Trachten aus verschiedenen Gebieten Tibets.
Viele Einheimische umrundeten den Jokhang-Tempel auf der Barkhor-Straße in Lhasa beim traditionellen Pilgern.
Auffällig und sehr angenehm sind die Freundlichkeit und die Herzlichkeit der Menschen uns gegenüber. Wir werden häufiger gebeten, fotografiert werden zu können und im Kloster möchte uns ein Mönch segnen und wünscht uns ein langes Leben.
Unser Fazit zur Tibet Reise mit Tibet Vista
Nach den traumhaften Trekkingtagen in Nepal waren die Tage in Tibet ein ganz besonderes Erlebnis. Die Tour mit Tibet Vista war sehr gut organisiert und wir konnten die Reise von Kathmandu nach Lhasa entspannt genießen. Wir übernachteten in komfortablen Hotels und wurden während der gesamten Tibet Reise bestens betreut.
Nun waren wir wieder auf uns allein gestellt. In der uns verbleibenden Zeit, wir hatten insgesamt 30 Tage Aufenthaltsrecht in China, reisten wir mit dem Zug über Xi’an und Chengdu weiter in Richtung Südosten nach Vietnam.
Nach unserer Tibet Reise verließen wir Lhasa und setzten unsere Reise durch China fort.
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